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VORBEREITUNG

Ohne Fleiß kein Preis, das kennt natürlich jeder. Es gilt, gewissermaßen die Balance zu halten zwischen genug um gut zu werden aber nicht so viel, dass man permanent am Limit funktioniert und Gefahr läuft, sich kaputt zu machen. Ohne meinen Trainer, Peter Reichenpfader, wäre das undenkbar. Dieser Mann weiß was er tut und er macht das auf eine unglaublich ehrliche und bodenständige Art. Abheben ist bei ihm unmöglich. Wenn er sagt „ Du bist gut“, dann ist das die Wahrheit. Man muss sich aber auch die andere Wahrheit anhören wenn man Ziele viel zu hoch steckt oder plötzlich das Gefühl hat, man sei nahe an der Profi Lizenz.
Wie viel und wie häufig trainiere ich?
Ich habe in den letzten Jahren das Training in kleinen Schritten gesteigert, sodass ich nun auf einen Aufwand von ca. 10-15 Stunden pro Woche komme. Mit ein bisschen Toleranz nach oben.
Zu Beginn war es natürlich deutlich weniger (ca. 7-8 Stunden). Man baut mit der Zeit immer ein wenig auf. Mit einem Vollzeitjob und einem Baby muss man sehr gut organisiert sein, um so viel Zeit für Sport zur Verfügung zu haben.
Vor allem für längere Distanzen absolviert man längere, aber dafür auch weniger intensive Trainingseinheiten. Im Winter wird das Fahrradfahren etwas reduziert und findet auf der Rolle und im Trockenen statt. Der Fokus liegt also auf dem Schwimmen und Laufen. Zu oder vor Beginn der wärmeren Jahreszeit absolviert man in der Regel ein Trainingslager, danach beginnt die wichtige Phase. Die Form, die man im Lager aufbaut, nimmt man idealer Weise als Basis für das darauffolgende Training.
Deshalb ist ein Trainingslager sehr wertvoll, denn man kann so schon sehr früh mit viel Zeit auf dem Fahrrad beginnen und schafft damit eine solide Basis für noch mehr Zeit auf dem Rad, wenn das Wetter in der Heimat schöner wird.
Neben durchschnittlich zwei Schwimmeinheiten pro Woche, gehe ich drei bis viermal Laufen. Der Rest der Zeit wird mit Fahrradfahren verbracht. Klar also, dass im Winter das wöchentliche Pensum etwas geringer ist.
Wann und wie lange trainiere ich?
Ich arbeite 80%, jedoch kommt der freie Tag mehrheitlich meinem Sohn zugute. Es gilt also, dieses Pensum um einen Vollzeitjob herum zu organisieren. Morgendliche Trainings vor dem Arbeiten, Trainings über die Mittagspause und natürlich lange Einheiten am Abend und am Wochenende sind die Regel. Dabei kommt die Familie nicht zu kurz. An Werktagen sind die Einheiten mehrheitlich maximal zwei Stunden lang, im Sommer auch mal länger.
Wie läuft das eigentlich ab?
Peter erstellt meinen Trainingsplan auf wöchentlicher Basis und berücksichtigt natürlich alles was dazwischen kommt. Das ist Gold wert. Auch das Wetter wird einbezogen, sodass ich mich voll und ganz auf mein Leben und den Kern des Trainings konzentrieren kann. Dadurch spare ich unglaublich viel Zeit und Aufwand, denn ich muss mir weder Gedanken über den Inhalt, noch über die zeitliche Aufteilung des Trainings machen. Lediglich die Abstimmung mit privaten Terminen und eine frühe und saubere Kommunikation an Peter ist meine Aufgabe.
Für mich ist es ein Privileg, dass ich diesen Sport ausüben kann. Noch dazu mit Trainer, das gibt dem ganzen einen sehr professionellen Touch.
Dank meiner Frau und einem gesunden Körper, sind auch von Haus aus alle Voraussetzungen erfüllt. Und deshalb fällt auch sehr selten ein Training aus und ich hole alles raus, was möglich ist.
Es macht mir Spaß und es gibt mir sehr viel Kraft zurück, sowie das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.
Ein Trainingslager gehört (eigentlich) in jede Vorbereitung, wie vier Räder an ein Auto. Sagt man…
Trotzdem habe ich erst im April 2019 mein aller erstes Trainingslager absolviert. Wo? Auf Teneriffa im T3 (Tenerife Top Training). Organisiert wurde das Ganze von meinem Schwimm Trainer, Szilard Csoke von Swimatic.ch. Geleitet hat das Camp Balasz Csoke, sein Bruder, professioneller Triathlet und Coach bei Swimatic.
Teneriffa ist einzigartig. Die Insel bietet alles, was das Radler Herz begehrt. Höhepunkt war die Fahrt auf den Vulkan der Insel, Teide. Permanentes Bergauffahren auf einer Strecke von über 50 km mit über 2400 Höhenmetern. Das kann man natürlich vor der eigenen Haustür nicht machen. Ganz zu schweigen von dem Trainingseffekt, den erreicht man so schnell auch nicht auf heimischen Strassen. Es lohnt sich also, ein Trainingslager zu absolvieren. Natürlich nur, wenn es zeitlich und finanziell auch möglich ist. Allerdings muss man sagen, dass es fürs Fahrradfahren sicher auch etwas besser geeignete Orte gibt, mit weniger Verkehr und mehr flachen Optionen.
Training ist nicht alles!
Schlaf und gutes, vor allem gesundes, Essen sind sehr wichtig. Ich ernähre mich sehr bewusst und verzichte häufig auf Fleisch, welches ich nur dann esse, wenn ich wirklich Lust darauf habe und es auch hochwertig ist. Einige Zeit lang habe ich mich vegetarisch ernährt und fühlte mich dabei auch unglaublich vital und fit. Dann kamen aber Gelüste nach einem Steak oder einem guten Burger, vielleicht auch mal ein leichtes Gericht mit Geflügel. Ich konnte dem recht lange widerstehen. Irgendwann aber habe ich meinem Körper gegeben, was er wollte und so esse ich jetzt in geringen Mengen Fleisch.
Man entwickelt mit der Zeit ein Gefühl für seinen Körper und sollte auch auf seine Zeichen achten. Ein intensives oder langes Training hat nur dann hohe Qualität und einen positiven Effekt auf die Leistung, wenn der Ausgangszustand dies auch zulässt. Wer krank oder stark geschwächt trainiert, der wird dadurch wahrscheinlich abgesehen von seinem Ego keinen großen Effekt erzielen.
Da ich 2019 das erste Mal einen IRONMAN gemacht habe, kamen irgendwann vermehrt Gedanken über meine Gesundheit zu Tage. So ließ ich nach Rücksprache mit Caroline Rauscher (www.nft-sport.com) einige Blutwert im Labor untersuchen und auf Basis dieser Werte von Caroline ein Granulat mit diversen Mikronährstoffen erstellen. Mir ist wichtig, dass ich durch die großen Umfänge und Belastungen meine Gesundheit nicht gefährde.